Altes Pferd nimmt ab – Ursachen & Fütterung
Altes Pferd nimmt ab: Ursachen und Fütterung – so kannst du deinen Senior unterstützen
Wenn ein altes Pferd ab nimmt und langsam dünner wird, fällt das vielen Pferdebesitzern besonders schwer. Schließlich möchte man seinem langjährigen Weggefährten auch im Alter alles geben, was er für ein gutes Leben braucht. Vielleicht sieht man die Rippen deutlicher als früher, die gewohnte Fülle verschwindet oder das Pferd wirkt insgesamt schmaler. Schnell stellt sich dann die Frage: Was kann ich füttern, damit mein altes Pferd wieder zunimmt?
Wir empfehlen zur täglichen Fütterung Seniorkräuter OpMa für Pferde und Mineralien für Pferde VitMin. Beide Produkte können einzeln oder kombiniert gefüttert werden.
Die gute Nachricht: Oft lässt sich mit einer durchdachten Anpassung der Fütterung viel erreichen. Entscheidend ist, dem Pferd ausreichend Energie zur Verfügung zu stellen, gut geeignete Futtermittel auszuwählen und die Futtermenge an seinen tatsächlichen Bedarf anzupassen.
Dabei muss nicht gleich der ganze Futterplan auf den Kopf gestellt werden. Schon kleine Veränderungen können helfen, die tägliche Futteraufnahme zu verbessern.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum ein altes Pferd abnehmen kann, welche Futtermittel beim Auffüttern infrage kommen und wie du deinen Senior Schritt für Schritt unterstützen kannst.
Warum nimmt mein altes Pferd ab?
Wenn ein Pferd im Alter an Gewicht verliert, kann das unterschiedliche Gründe haben. Manchmal reicht die bisherige Fütterung nicht mehr aus. In anderen Fällen verändert sich die Futteraufnahme oder es liegt ein gesundheitliches Problem zugrunde.
Mögliche Ursachen sind beispielsweise:
- Das Pferd nimmt weniger Futter auf als früher.
- Die bisherige Fütterung liefert nicht genügend Energie für den aktuellen Bedarf.
- Das Pferd benötigt aufgrund seiner körperlichen Verfassung und Alter einfach eine andere Futterzusammenstellung.
- Eine Erkrankung beeinträchtigt den Appetit, die Verdauung oder den allgemeinen Körperzustand.
Nicht jedes alte Pferd wird automatisch dünner. Manche Senioren halten ihr Gewicht bis ins hohe Alter problemlos. Andere benötigen mit der Zeit eine individuell angepasste Fütterung.
Altes Pferd auffüttern: Welche Futtermittel helfen?
Wenn dein altes Pferd zunehmen soll, ist vor allem eines wichtig: Es muss ausreichend verwertbare Energie aufnehmen. Gleichzeitig sollte die Fütterung ausgewogen bleiben und zum individuellen Bedarf passen.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die tägliche Fütterung anzupassen.
1. Hochwertiges Heu als Grundlage
Gutes Heu ist die Basis der Pferdefütterung. Es liefert Rohfaser und Energie und unterstützt eine artgerechte Verdauung. Wenn dein Pferd abnimmt, solltest du zunächst schauen, ob es genügend Heu frisst. Nicht nur die angebotene Menge zählt, sondern auch das, was tatsächlich im Pferd ankommt.
Achte darauf, dass das Heu sauber, hygienisch einwandfrei und möglichst schmackhaft ist. Gerade bei Pferden, die langsam fressen, kann es außerdem sinnvoll sein, die Fressmöglichkeiten so zu gestalten, dass sie in Ruhe ausreichend Futter aufnehmen können.
2. Heucobs als Ergänzung zur Fütterung
Wenn dein Pferd mit der bisherigen Futtermenge nicht ausreichend zunimmt, können Heucobs eine praktische Ergänzung sein. Sie werden eingeweicht verfüttert und können je nach Produkt einen Teil des Raufutters ersetzen oder ergänzen. Dabei solltest du auf die Zusammensetzung und die Fütterungsempfehlung des jeweiligen Produkts achten.
Bei Pferden, die Heu nicht mehr ausreichend kauen können, können eingeweichte Raufutteralternativen besonders hilfreich sein. Welche Variante geeignet ist, hängt von der individuellen Situation ab.
3. Öl als zusätzliche Energiequelle
Pflanzliche Öle können eine Möglichkeit sein, die Energiezufuhr zu erhöhen, ohne die Fütterung einfach um größere Mengen Kraftfutter zu ergänzen. Häufig verwendet werden beispielsweise Leinöl oder Rapsöl, die enthalten jede Menge an Omega Fettsäuren und Vitamine
Wenn du Öl zufüttern möchtest, solltest du es langsam einschleichen und die Menge schrittweise steigern. Größere Mengen sind nicht automatisch besser. Auch die übrige Fütterung muss weiterhin ausgewogen bleiben.
4. Geeignete Faserfuttermittel nutzen
Neben Heu und Heucobs können auch ausgewählte Faserfuttermittel die Fütterung ergänzen. Dazu gehören je nach Situation beispielsweise geeignete Raufutterpellets oder Luzerneprodukte.
5. Hafer zum Auffüttern
Hafer kann eine sinnvolle Ergänzung sein, er liefert leicht verfügbare Energie und hat jede Menge Mineralien und Vitamine und lässt sich super integrieren. Mal ehrlich welches Pferd frisst kein Hafer?
Wenn du Hafer füttern möchtest, beginne mit einer kleinen Menge und steigere sie bei guter Verträglichkeit langsam. Achte darauf, die Gesamtration ausgewogen zu halten und nicht einfach zusätzlich große Mengen Kraftfutter anzubieten. Bei Pferden mit Stoffwechselproblemen oder einer eingeschränkten Stärkeverträglichkeit sollte die Eignung von Hafer besonders sorgfältig geprüft werden.
6. Die Fütterung auf mehrere Mahlzeiten verteilen
Manche Pferde kommen besser mit mehreren kleineren Portionen zurecht als mit wenigen großen Mahlzeiten. Wenn dein Senior nur kleine Mengen auf einmal frisst, können zusätzliche Fütterungsgelegenheiten helfen, die tägliche Futteraufnahme zu verbessern. Das ist besonders praktisch, wenn du gezielt ein Ergänzungsfuttermittel wie unsere Seniorkräuter OpMa anbieten möchtest.
Wie viel sollte also ein altes Pferd fressen, wenn es zunehmen soll?
Eine pauschale Futtermenge lässt sich nicht für jedes Pferd festlegen. Entscheidend sind das Körpergewicht, der aktuelle Ernährungszustand, die Qualität des Futters und der individuelle Bedarf.
Als grobe Orientierung wird für ausgewachsene Pferde häufig eine tägliche Raufuttermenge von etwa 1,5 bis 2 kg Heu je 100 kg Körpergewicht angesetzt, bei älteren Pferden kann das durchaus erhöht sein. Am besten schaust du dein Pferd an, Pferde zeigen am Gewicht sehr schnell ob die Fütterung ausreichend ist. Man kann gut erkennen wenn das Pferd zu wenig bekommt, es sieht dann einfach dünn aus. Füttere dann einfach mehr solange bis du den Eindruck hast das Gewicht ist so in Ordnung und behalte die Fütterung und Fütterungsmenge bei.
Altes Pferd nimmt trotz Futter ab: Was kann ich verändern?
Vielleicht kennst du die Situation: Dein Pferd bekommt regelmäßig Heu und seine gewohnten Futtermittel, wird aber trotzdem immer schmaler.
In diesem Fall lohnt es sich, die Fütterung nicht nur nach der Menge, sondern auch nach der tatsächlichen Aufnahme zu betrachten.
Diese Fragen können dir im Alltag helfen:
- Frisst mein Pferd seine Portionen vollständig?
- Bleibt regelmäßig viel Heu übrig?
- Kann mein Pferd richtig fressen macht es Röllchen oder hat Zahnprobleme?
- Hat sich die tägliche Bewegung verändert?
- Habe ich die Futtermengen in letzter Zeit angepasst?
- Hat mein Pferd in den vergangenen Wochen weiter abgenommen?
Wenn du feststellst, dass dein Pferd weniger frisst oder trotz ausreichender Fütterung weiter Gewicht verliert, solltest du die Ursache abklären lassen.
Bei vielen Pferden ist es hilfreich, Änderungen zunächst gezielt und schrittweise vorzunehmen. So lässt sich besser beurteilen, ob eine Anpassung tatsächlich einen Unterschied macht.
Wie lange dauert es, bis ein altes Pferd wieder zunimmt?
Das lässt sich nicht pauschal sagen. Wie schnell ein Pferd zunimmt, hängt davon ab, wie viel Gewicht es verloren hat, warum es abgenommen hat und ob die Fütterung zu seinem Bedarf passt. Oft kann man schon nach einer Woche sehen ob die angepasste Fütterung Erfolg hat.
Wichtig ist, nicht möglichst schnell möglichst viel Gewicht aufbauen zu wollen. Eine schrittweise Anpassung ist sinnvoller als eine abrupte Erhöhung der Futtermenge.
Fazit: Mit der passenden Fütterung den Pferdesenior unterstützen
Wenn ein altes Pferd abnimmt, ist das für viele Besitzer zunächst beunruhigend. Mit einer durchdachten Vorgehensweise kannst du jedoch viel dafür tun, die Situation besser einzuschätzen und die Fütterung passend anzupassen.
Achte auf eine ausreichende Futteraufnahme, hochwertiges Raufutter und eine bedarfsgerechte Energieversorgung. Je nach Situation können Heucobs, Hafer, geeignete Faserfuttermittel oder pflanzliche Öle und Ergänzungsfuttermittel eine sinnvolle Ergänzung sein. Verändere die Fütterung schrittweise und behalte das Gewicht deines Pferdes im Blick. Wenn dein Senior ungewollt abnimmt, sollte außerdem die Ursache geklärt werden.
Denn das Ziel ist nicht einfach, mehr Futter in den Trog zu geben. Es geht darum, deinem Pferd genau die Unterstützung zu bieten, die es in seiner individuellen Situation benötigt.
Ausführliche Information über: Zahnprobleme beim alten Pferd und über den Erhöhten Nährstoffbedarf bei älteren Pferden, Muskelabbau beim alten Pferd
FAQ: Häufige Fragen, wenn ein altes Pferd abnimmt
1. Was kann ich meinem alten Pferd füttern, damit es zunimmt?
Die Fütterung sollte zunächst ausreichend hochwertiges Raufutter enthalten. Je nach Bedarf können Heucobs, Hafer, geeignete Faserfuttermittel oder pflanzliche Öle die Fütterung ergänzen.
2. Ist Öl sinnvoll, wenn ein altes Pferd abnimmt?
Pflanzliche Öle können zusätzliche Energie liefern. Sie sollten langsam angefüttert werden. Öle liefern wertvolle Omega Fettsäuren.
3. Sind Heucobs zum Auffüttern geeignet?
Heucobs können die Raufutterversorgung ergänzen und je nach Situation einen Teil des Heus ersetzen. Sie müssen entsprechend der Herstellerangaben eingeweicht werden.
4. Wie schnell kann ein altes Pferd wieder zunehmen?
Das hängt von der Ursache des Gewichtsverlusts, dem aktuellen Körperzustand und der angepassten Fütterung ab. Eine schrittweise Verbesserung ist sinnvoller als der Versuch, das Gewicht möglichst schnell zu steigern. Oft beginnt die Zunahme schon nach einer Woche.
5. Warum nimmt mein altes Pferd trotz ausreichend Futter ab?
Möglicherweise frisst das Pferd weniger, als es benötigt, oder die Fütterung passt nicht mehr zu seinem Bedarf. Auch gesundheitliche Ursachen kommen infrage. Anhaltender Gewichtsverlust sollte deshalb tierärztlich abgeklärt werden.
Wir empfehlen für Senioren Pferde unsere Seniorkräuter OpMa
Quelle: Tierheilpraktikerin Martina Hemm Oktober 2026
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung oder individuelle Fütterungsberatung. Bei ungewolltem Gewichtsverlust oder weiteren gesundheitlichen Auffälligkeiten sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.




