Headshaking beim Pferd – Ursachen, Symptome und Hilfe
Headshaking beim Pferd – Ursachen, Symptome und was wirklich helfen kann
Wenn ein Pferd plötzlich immer wieder mit dem Kopf schlägt, heftig nickt oder die Nase reibt, sind viele Besitzer verunsichert. Schnell fällt der Begriff Headshaking beim Pferd. Oft kommt die Frage auf: Hat mein Pferd Schmerzen? Ist es eine Allergie? Oder steckt etwas anderes dahinter? Und wie kann man seinem Pferd helfen?
Die Antwort lautet: Ja – allerdings kommt es darauf an, die Ursache zu finden. Denn Headshaking ist keine Krankheit, sondern ein Symptom, das ganz unterschiedliche Auslöser haben kann. Genau deshalb ist es wichtig, nicht nur das Kopfschlagen selbst zu betrachten, sondern das Pferd als Ganzes.
In diesem Beitrag erfährst du, welche Ursachen hinter Headshaking stecken können, welche Rolle das Nervensystem spielt und wie du dein Pferd ganzheitlich unterstützen kannst.
Was ist Headshaking beim Pferd?
Unter Headshaking versteht man unkontrollierte oder wiederkehrende Kopfbewegungen. Manche Pferde schlagen den Kopf leicht nach oben, andere reißen ihn regelrecht in die Höhe oder schütteln ihn mehrfach hintereinander.
Viele Pferde zeigen zusätzlich:
- häufiges Nase reiben
- Niesen
- Schnauben
- starke Empfindlichkeit an der Nase
- Unruhe beim Reiten
- plötzliches Hochreißen des Kopfes
- Schwierigkeiten, ruhig zu stehen
Bei einigen Pferden treten die Beschwerden nur während des Reitens auf. Andere zeigen sie bereits auf der Weide oder im Stall.
Warum schüttelt mein Pferd ständig den Kopf?
Diese Frage stellen sich viele Besitzer. Tatsächlich gibt es zahlreiche mögliche Auslöser.
Zu den häufigsten gehören:
- Überempfindlichkeit des Gesichtsnervs
- schlecht sitzende Trense
- Verspannungen
- Stress
Weitere Auslöser:
- saisonales Headshaking
- Allergien
- Pollen
- Insekten
- helles Sonnenlicht
- Wind
- Zahnprobleme
- Erkrankungen der Ohren
- Augenprobleme
Deshalb sollte Headshaking immer tierärztlich abgeklärt werden.
Der Trigeminusnerv – häufig eine wichtige Ursache
Bei vielen Pferden mit Headshaking vermutet man eine Überempfindlichkeit des Trigeminusnervs. Dieser große Gesichtsnerv versorgt unter anderem Bereiche von Nase und Gesicht.
Reagiert dieser Nerv überempfindlich, können bereits leichte Reize starke Beschwerden auslösen.
Dazu gehören beispielsweise:
- Sonnenlicht
- Wind
- Pollen
- Staub
- Berührungen im Nasenbereich
Für das Pferd können sich diese Reize sehr unangenehm anfühlen. Deshalb versucht es häufig durch heftiges Kopfschlagen oder Nase reiben den Reiz loszuwerden.
Saisonales Headshaking
Einige Pferde zeigen die Symptome ausschließlich zwischen Frühling und Herbst.
In dieser Zeit spielen häufig mehrere Faktoren zusammen:
- steigende Pollenkonzentration
- intensivere Sonneneinstrahlung
- mehr Insekten
- höhere Temperaturen
Im Winter verschwinden die Beschwerden bei manchen Pferden fast vollständig.
Welche Rolle spielt das Nervensystem?
Neben möglichen körperlichen Ursachen beobachten wir in unserer Tierheilpraxis häufig, dass betroffene Pferde besonders sensibel sind.
Viele wirken:
- nervös
- schreckhaft
- leicht gestresst
- dauerhaft angespannt
Natürlich bedeutet das nicht, dass Stress allein Headshaking verursacht. Er kann jedoch dazu beitragen, dass ein ohnehin empfindliches Nervensystem noch stärker auf äußere Reize reagiert.
Deshalb betrachten wir nicht nur das Symptom, sondern immer den gesamten Organismus.
Kann Stress Headshaking verstärken?
Viele Besitzer berichten, dass ihr Pferd in bestimmten Situationen deutlich häufiger mit dem Kopf schlägt.
Zum Beispiel:
- beim Transport
- auf Turnieren
- nach einem Stallwechsel
- bei Unruhe in der Herde
- in ungewohnter Umgebung
Auch wenn Stress meist nicht die eigentliche Ursache ist, kann er bestehende Beschwerden verstärken.
Gerade sensible Pferde profitieren deshalb oft von einem möglichst ruhigen Alltag.
Wann sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden?
Headshaking sollte niemals einfach als "Marotte" abgetan werden.
Eine tierärztliche Untersuchung ist wichtig, um mögliche gesundheitliche Ursachen auszuschließen.
Dazu gehören unter anderem:
- Zahnprobleme
- Ohrenentzündungen
- Augenprobleme
- Nasenerkrankungen
- neurologische Erkrankungen
- Allergien
Erst wenn diese Ursachen abgeklärt sind, kann ein individueller Unterstützungsplan erstellt werden.
Unsere ganzheitliche Unterstützung aus der Tierheilpraxis
Bei verschiedenen Belastungen setzen wir bei Headshaking Pferde speziell auf die jeweiligen Zonen unsere natürlichen Produkte ein:
- Nerven Kräuter – bei Stress, Nervosität, Trigeminus und allen Themen rund um innere Unruhe und sensible Pferde
- Bronchial Kräuter – zur Unterstützung der Atemwege, besonders bei Reizungen im Nasen- und Atembereich oder allergischen Tendenzen
- Leber Kräuter – zur Unterstützung des Stoffwechsels und der natürlichen Entgiftungsprozesse bei allergischen Reaktionen.
- Plagegeister Kräuter & Fliegenspray – zur Unterstützung in der Insektensaison und bei starkem Fliegendruck
So kann je nach individueller Situation des Pferdes eine passende, ganzheitliche Begleitung gewählt werden.
Fazit
Headshaking beim Pferd ist ein komplexes Symptom, das viele verschiedene Ursachen haben kann – von einer Überempfindlichkeit des Trigeminusnervs über Allergien bis hin zu Stress oder Haltungsfaktoren. Genau deshalb ist es so wichtig, das Pferd nicht nur auf das Kopf-Schlagen zu reduzieren, sondern den gesamten Organismus zu betrachten.
In unserer Tierheilpraxis sehen wir immer wieder, dass besonders sensible Pferde profitieren, wenn mehrere Ebenen gleichzeitig unterstützt werden: Haltung, Fütterung, Stressreduktion und das Nervensystem.
Gerade hier können unsere Nerven Kräuter eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie werden gezielt eingesetzt, um den Trigenimusnerv zu beruhigen, nervöse und gestresste Pferde in belastenden Phasen zu begleiten und mehr innere Ausgeglichenheit zu fördern. Sie ersetzen keine tierärztliche Abklärung, können aber ein wichtiger Baustein in einem ganzheitlichen Konzept sein.
Wichtig bleibt: Je früher Ursachen erkannt und Reize reduziert werden, desto besser lässt sich das Wohlbefinden des Pferdes verbessern.
FAQ – Häufige Fragen zu Headshaking beim Pferd
1. Kann man Headshaking beim Pferd heilen?
Das hängt stark von der Ursache ab. Wenn z. B. Zahnprobleme, Nerven, Stress, Allergien oder Ausrüstung eine Rolle spielen, kann sich das Headshaking deutlich verbessern.
2. Welche Rolle spielt das Nervensystem beim Headshaking?
Viele Pferde reagieren überempfindlich auf äußere Reize. Besonders der Trigeminusnerv steht oft im Verdacht, stark beteiligt zu sein. Ein sensibles Nervensystem kann die Symptome zusätzlich verstärken.
3. Können Stress oder Nervosität Headshaking auslösen?
Stress ist selten die alleinige Ursache, kann aber bestehende Beschwerden deutlich verstärken. Deshalb ist eine ruhige, stabile Umgebung für betroffene Pferde sehr wichtig.
4. Helfen Kräuter bei Headshaking?
Kräuter können das Headshaking nicht direkt „wegmachen“. Unsere Nerven Kräuter können jedoch das Nervensystem unterstützen und zur inneren Ruhe beitragen. Unsere Leberkräuter können bei Allergien und unsere Bronchialkräuter bei Nasenproblemen hilfreich sein.
5. Können Nerven Kräuter langfristig gegeben werden?
Ja, sie können je nach Bedarf über längere Zeit problemlos eingesetzt werden – besonders in stressreichen Phasen wie Training, Stallwechsel oder Turniersaison.
Quelle: Juni 2026 Tierheilpraktikerin Martina Hemm
Rechtlicher Hinweis:
Die Inhalte dieses Blogs dienen ausschließlich zu Informationszwecken und ersetzen nicht die Beratung durch einen qualifizierten Tierarzt. Bei gesundheitlichen Problemen deines Tieres konsultiere bitte einen Tierarzt.
